„Only fire can separate truth from falsehood“ ist gleichsam als Motto im Layout von Alight in Ashes zu lesen, und treffender kann man dieses neue Werk von Menace Ruine eigentlich gar nicht mehr beschreiben. Das kanadische Duo arbeitet vorzugsweise mit extremen Kontrasten, was sich bereits an der Arbeitsteilung innerhalb der Band zeigt: Während S. de la Moth mit Synthesizer und/oder Keyboards ein, mal tobendes, mal düster orgelndes, Umfeld schafft, steht Genevieve Beaulieus Stimme unbeugsam und entrückt wie eine Statue im Äther. Nirgends wird dieser Kampf der Gegensätze deutlicher als in Set Water to Flames, in dessen über zehnminütiger Laufzeit entfernt pochende Marschrhythmen immer wieder von Synthesizer-Feuersbrünsten unterbrochen werden; Man kann förmlich hören, wie sich das Holz unter der Hitze des Feuers biegt, wie es ächzt, kracht und schließlich zusammenbricht. Einzig Beaulieus Stimme scheint dem dissonanten Hitzeschrei zu trotzen, bei aller Schönheit doch keineswegs süßlich, sondern von einer entrückten Entschlossenheit, wie ein Märtyrer, der um die Nichtigkeit seiner Leiden weiß.
Mein Blog über abseitige, schräge, im weitesten Sinne experimentelle Musik - über Bands und Musiker, die ich zumal im deutschsprachigen Raum für unterrepräsentiert halte. Ich habe sicherlich eine Vorliebe für das, was man Avant-Rock nennt, will mich hier aber nicht festlegen, denn die Irrungen und Wirrungen meines Geschmacks überraschen mich manchmal selbst - Also reinschauen und an meiner Überraschung teilhaben!
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Donnerstag, 17. Januar 2013
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