Obwohl Horrorscension unter dem „Banner“ von Behold the Arctopus erschienen ist, ist im Vorfeld nicht ganz klar, was wir uns von diesem neuen Album erwarten dürfen. Durch Weasel Walters Einstieg ist die Band, fünf Jahre nach Skullgrid, ganz einfach nicht mehr dieselbe; Walter ist ohne Zweifel eine „starke“ Musikerpersönlichkeit, jemand, der ganz genau weiß, was er will und seinen Vorstellungen für gewöhnlich auch Geltung verschafft. Soweit es mich betrifft, ist das keine schlechte Sache, denn mit den Flying Luttenbachers hat Walter einige der spannendsten und eigenständigsten Alben der letzten Jahre oder sogar Jahrzehnte eingespielt; Es war immer seine Stärke, das Metalgenre gleichsam von außen zu betrachten und daran Aspekte stark zu machen, die den betriebsblinden Nur-Genremusikern nur zu oft entgingen. Demgegenüber konnte ich mich für das letzte Arctopus-Album nicht wirklich erwärmen – es war, wenigstens von meiner Warte aus gesehen, eine sterile und eher langatmige Genreübung, technisch brillant aber ohne zündende Ideen, ein „Tech-Metal“ Album unter vielen. Es scheint also, dass sich das Schicksal der Band in Form eines Godzilla-artigen Kampfes entscheidet: Wer wird obenauf sein, wenn sich der Staub legt, der vielarmige und furchterregende Arctopus (siehe Cover), oder doch der planetenfressende Luttenbacher?
Mein Blog über abseitige, schräge, im weitesten Sinne experimentelle Musik - über Bands und Musiker, die ich zumal im deutschsprachigen Raum für unterrepräsentiert halte. Ich habe sicherlich eine Vorliebe für das, was man Avant-Rock nennt, will mich hier aber nicht festlegen, denn die Irrungen und Wirrungen meines Geschmacks überraschen mich manchmal selbst - Also reinschauen und an meiner Überraschung teilhaben!
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Donnerstag, 10. Januar 2013
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